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ein ganz normaler Wahnsinn...

"...Die Gipfel und hohen Bergflaechen im schnee, die taeler hinunter graues gestein, gruene flaechen, felsen und tannen. es war nasskalt,das wasser rieselte die felsen hinunter und sprang ueber den weg. die aeste der tannen hingen schwer herab in die feuchte luft. am himmel zogen graue wolken, aber alles so dicht, und dann dampfte der nebel herauf und strich schwer und feucht durch das gestraeuch, so traeg, so plump. er ging gleichgueltig weiter, es lag ihm nichts am weg, bald auf- bald abwaerts. muedigkeit spuerte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem kopf gehn konnte. anfangs draengte es ihm in der brust, wenn das gestein so wegsprang, der graue wald sich unter ihm schuettelte, und der nebel die formen bald schland, bald die gewaltigen glieder halb enthuellte;es draengte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen traeumen, aber er fand nichts. es war ihm alles so klein, so nahe, so nass, er haette die erde hinter den ofen setzen moegen, er begriff nicht, sdass er soviel zeit brauchte, um einen abhang hinunter zu klimmen, einen fernen punkt zu erreichen; er meinte,er muss alles mit ein paar schritten ausmessen koennen. nur manchmal,wenn der sturm das gewoelk in die taeler warf, und es den wald herauf dampfte, und die stimmen an den felsen wach wurden, bald wie ferin verhallende donner, und dann gewaltig heran brausten, in toenen,als wollten sie in ihrem wilden jubel die erde besingen, und die wolken wie wilde wiehernde rosse heransprengten, und der sonnenschein dazwischen durching und kam und sein blitzendes schwert an den schneeflaechen zog, so dass ein helles, blendendes licht ueber die gipfel in die taeler schnitt; oder wenn der sturm das gewoelk abwaerts trieb und einen lichtblauen see hineinriss, und dann der wind verhallte und tief unten aus den schluchten, aus den wipfeln der tannen wie ein wiegenlied und glockengelaeute heraufsummte, und am tiefen blau ein leises rot hinaufklomm, und kleine woelkchen auf silbernen fluegeln durchzogen und alle berggipfel schaf und fest, weit ueber das land hin glaenzten und blitzten, riss es ihm in der brust, er stand, keuchend, den leib vorwaerts gebogen, augen und mund weit offen, er meinte, er muesse den sturm in sich ziehen, alles in sich fassen, er dehnte sich aus und lag ueber der erde, er wuehlte sich in das all hinein, es war eine lust, die ihm weh tat..."

15.5.07 21:23, kommentieren

Mit dem Kopf durch die Wand...

so is it a goodbye?or maybe for some time?

nach dem das gefuehl von luft wiederkam, schien alles ganz anders zu sein...zwischen wiese,feld und raps war es endlich mal wieder moeglich ordnung in das kopfchaos zu bringen.

nach dieser nacht war der kopf so voll, und der geist und koerper so leer, dass gar nichts mehr ging..aber wo der knoten nun platzte ist die kommende nacht mit freuden zu sehen

1 Kommentar 16.5.07 22:59, kommentieren

endlich fertig...

„Er schien ganz vernünftig, sprach mit den Leuten; er tat Alles wie es die Andern taten, es war aber eine entsetzliche Leere in ihm, er fühlte keine Angst mehr, kein Verlangen; sein Dasein war ihm eine notwendige Last – So lebte er hin.“

20.5.07 17:11, kommentieren